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 Hanse Institut Oldenburg 
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FACHWEITERBILDUNG INTENSIV- und ANÄSTHESIEPFLEGE

THEORIE-PRAXIS-TRANSFER

Wie sieht die Vernetzung von Theorie und Praxis in der Weiterbildung aus?

In der modularisierten Fachweiterbildung liegt ein wesentlicher Aspekt in der Vernetzung zwischen Grund- und Fachmodulen. Hierdurch wird gleichzeitig der Theorie-Praxis-Transfer gefördert.

Beispielhaft stellen wir Ihnen eine Aufgabenstellung aus dem Fachmodul Intensiv und Anästhesie 1 - Patientensicherheit gewährleisten vor, die auf die im Grundmodul 1 - Wissenschaftsbasiert arbeiten erworbenen Kompetenzen aufbaut. Dabei wird eine Fragestellung aus der Praxis bearbeitet.

Zur Bearbeitung dieser Fragestellung wird die Methode Evidence Based Nursing (EBN) genutzt. Diese Methode besteht aus 6 Schritten und dient dazu, eine praxisrelevante Frage anhand der kritischen Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur zu beantworten, Maßnahmen für die Praxis abzuleiten, diese umzusetzen und zu evaluieren.

Hier ein Beispiel zur Bearbeitung während der Weiterbildung in Partner- oder Gruppenarbeit:

Schritte EBN

Beispiel – Aufgaben für die Weiterbildungsteilnehmer

 

Schritt 1:

Klärung der Aufgabenstellung

Was ist das Problem?

Welche Relevanz hat das Problem für den Patienten und mein Berufsfeld?

Schritt 2:

Formulierung einer Frage

Kann eine tägliche Mundpflege mit Chlorhexidin bei beatmeten Pat. die Ventilator- und Endotrachealtubus- Assoziierte Pneumonie (VAP) vermeiden?

Schritt 3:

Literaturrecherche

Formulierung von Suchkriterien, Schlagwörtern sowie Ein- und Ausschlusskriterien

Sichten der Literatur, z.B.

  • Schulz-Stübener, S., Kniehl, E. & Sitzmann, F. (2010) Die Rolle der Mundpflege bei der Prävention der beatmungsassozierten Pneumonie. In Krankenhaushygiene up2date. [Internet]. Verfügbar unter: êDOI http://dx.doi.org/10.1055/s-0030-1255774 [19.02.2013].

 

  • Rothaug, O. & Köberich, S. (2006). Aspekte der Prophylaxe beatmungsassoziierter Pneumonien durch Mikroaspiration bei beatmeten Patienten. In Intensiv. 14, S. 56-62.

 

  • Siegeling, B. (2009). Welches Wissen ist gesichert? In Intensiv.20 (5). S. 245-253

 

Schritt 4:

Kritische Beurteilung der Ergebnisse der Recherche

Kritische Betrachtung der gefundenen Literatur

Literatur: aktuell? vollständig? zuverlässig? wo publiziert?

Werden konkrete, für die Praxis wichtige Empfehlungen ausgesprochen und sind diese  bei meinen Patienten anwendbar?

Schritt 5:

Veränderung der Pflegepraxis

Präsentation der Ergebnisse in der Lerngruppe oder der eigenen Abteilung

ggf. Erarbeitung eines Verbesserungsvorschlags für die Abteilung / Station

Ggf. anpassen des standarisierten Vorgehens in der eigenen Abteilung

Schritt 6:

Evaluation

Wie könnte eine Evaluation zu einer veränderten Pflegepraxis gestaltet werden?

Wie könnten die Effekte der veränderte Pflegepraxis gemessen werden?

 

 

Welche weiteren Formen der Theorie-Praxis-Verknüpfung gibt es?

Neben der Bearbeitung praxisrelevanter Fragestellungen innerhalb der Theoriemodule werden auch praktische Weiterbildungsanteile in das Lernen einbezogen. Voraussetzung hierfür ist die Bearbeitung von Aufgaben in der Praxis sowie deren kritische Reflexion im Rahmen des Präsenzunterrichts. Dieser Prozess wird auch durch Praxisbegleitungen seitens der Fachweiterbildungsstätte unterstützt.